Aktuelles aus den Fetzwiesen und Umgebung

Holländer sind nicht grün!

Zeeland, Ostern 2010: Reichlich Wasser für urlaubsreife Angersbacher

Wahrscheinlich wären wir ganz woanders hingefahren, aber die Geschichte vom fliegenden Holländer - zumindest die Interpretation der Serie Sponge Bob - hat uns dazu gebracht, unseren Frühjahrs-Urlaub in den Niederlanden zu verbringen. Ein Dialog mit David vor dem Schlafengehen erklärt, wie zu der Idee gekommen ist: "Lass das Licht an. Ich hab Angst ... Angst vor Holländern." - "Warum? Das sind doch Menschen wie wir." - "Nein, die sind grün ... und unheimlich!"
Sowas! Jeder Fussball-Interessierte weiß doch, dass die Holländer orange sind! Bevor noch mehr Farbspielerein die Sicht vernebeln, haben wir uns also für eine Ortsbegehung entschieden.

Karsamstag ging es los: Vorbei an Köln und Aachen, quer durch das baufällige Belgien, über den Antwerpener Ring in Richtung Breda und schließlich über Goes nach Schouwen-Duiveland. Kaum noch Regen, viel Meer, frisches Grün, angenehm warm - das war der erste Eindruck. Ostersonntag verbrachten wir in unserem Ferienhaus in Bruinisse, solange es noch regnete. Danach verwöhnte uns der Frühling mit herrlichstem Sonnenschein. Ostermontag war es warm genug, um am Strand von Renesse barfuß zu gehen und Sandburgen zu bauen. Natürlich haben wir nicht nur am Wasser herumgelegen. Die Städte Rotterdam, Zierikzee, der Hauptort der Gemeinde Schouwen-Duiveland, und das mitterlaterliche Städtchen Middelburg haben wir ebenso besucht. Aber auch dort spielt Wasser natürlich eine sehr wichtige Rolle, denn in Holland wird nur auf dem Wasser gefahren - auf den Straßen reitet man! Viele eindruckvolle Bauwerke haben freilich mit Wasser zu tun: Zugbrücken, Dämme, Schleusen und Wehre begegnen einem fast überall. Die kilometerlange Oosterscheldebrug haben wir schon bei der Hinfahrt überquert. Der Oosterscheldedam, das Strumflutwehr der Oosterschelde, ist 8 Kilometer lang mit einer künstlichen Insel 'Neeltje jans', auf der inzwischen viele Vogelarten brüten. Dort befindet sich auch ein Museum der Deltawerke samt Erlebnispark. Weil Helge dort nicht hinein durfte, haben wir auch darauf verzichtet.

Aufgefallen ist uns noch, dass in den Niederlanden eher vorschriftsmäßig gefahren - also geritten - wird. Kein Wunder, denn Blitzer stehen überall! Außerdem gibt es keine Toleranz bei Geschindigkeitsmessungen. Die Straßen sind super aufgeräumt - auf den Autobahnen fühlt man sich sicher. Günstige Autogas-Tankstellen gibt es genug. Lebensmittelgeschäfte akzeptieren oft keine ausländischen Kredikarten, dafür bekommt man dort auch Medikamente, sogar solche, die bei uns inzwischen rezeptpflichtig sind.

"Welche Farbe haben denn nun die Holländer?" - "Gelb." - "?!."


Helge und der Frost

Bambärch, 06.03.2010: Auch in Franken gibt es biestig kalte Tage

Shopping fällt aus!
Wer denkt bei eisigen Temperatruen schon ans Kleider-Anprobieren. Ein deftiges Mittagessen mit Leberkäs oder fränkischen Bratwörscht' war hier wohl eher angebracht. Trotz Kälte haben wir immerhin Teile der Altstadt wie beispielsweise das alte Rathaus, Klein-Venedig und den Bamberger Dom gesehen.
Helge verzichtete für mehrere Stunden aufs Gassi-Gehen, um mögliche Frostschäden zu vermeiden; selbst im Mantel eingepackt sah man ihn noch zittern.
Auf dem Rückweg war sogar noch etwas Zeit für einen Abstecher zum E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium. Der Weg dorthin war nicht ganz einfach: Erst musste man dem Irrgarten aus Einbahnstraßen und Sackgassen entkommen, dann war auch noch Ersatz fü manch ein Gässchen nötig, das wegen Eis und Schnee nicht befahrbar war.

 

Alle in einem Boot

Schotten, 22.01.2010: Gelungener Ausflug zum Hoherodskopf anlässlich Lenas Geburtstag

Eine Grillparty im Winter? Eislaufen ohne Eisbahn? Zum dritten Mal Kegeln gehen? - Nix, null, bloß nicht! Schließlich hat es das Wetter gut mit uns gemeint und so wenigstens schon einmal ein grobes Ziel vorgegeben. Also erst mal lecker Kaffee und Kuchen und danach: Ab in den Schnee!

Es hat sich gelohnt. Vereiste Bäume und Pflanzen im Sonnenschein - später auch im Mondschein, zwischendurch ein paar eindrucksvolle Wolken und sogar etwas Nebel, jede Menge frische Luft und viel Bewegung haben Lenas Geburtstagsgästen reichlich Spaß gemacht. Die mitgebrachten Schlitten liefen super - trotz des ein oder anderen Grashalms, der noch aus dem Schnee herausragte. Sogar unbemannt sauste manches Gefährt weit davon. Nicht besonders schnell, dafür aber lustig war die gemeinsame Bootstour auf dieser platten Flunder (Bild). Die Sache mit der Abwrackprämie muss wohl jemand missverstanden haben. Auf der Heimfahrt war es längst dunkel; zur Stärkung gab es statt Pasta auf einstimmigen Wunsch für alle Chicken und Pommes. Unsere Nudelvorräte werden wohl noch bis zum Spätherbst reichen.